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Stundenverrechnungssatz berechnen: Rechner für Dachdeckerbetriebe

Rechner der Redaktion Roofsoft · Rechenweg offen unter dem Ergebnis · Stand: Oktober 2026 · So arbeiten wir

Mit deinen eigenen Zahlen. Der Rechenweg folgt dem Ratgeber zur Kalkulation.

Schritt 1: Lohn

Alle, deren Stunden du auf Baustellen abrechnest.

Bruttolohn laut Lohnabrechnung, Durchschnitt über deine gewerblichen Mitarbeiter.

Stunden im Betrieb und auf der Baustelle. Urlaub, Feiertage und Krankheit zählst du hier nicht mit, die stecken in den Lohnzusatzkosten.

Arbeitgeberanteile, Berufsgenossenschaft, Urlaub, Feiertage, Entgeltfortzahlung, tarifliche Leistungen. Den Wert kennt dein Steuerbüro aus der Lohnbuchhaltung.

Schritt 2: Gemeinkosten und Stunden

Fahrzeuge, Halle, Versicherungen, Büro, Software, Werkzeug und dein Unternehmerlohn. Material für Aufträge zählt nicht dazu.

Stunden, die du Kunden berechnest. Schätze sie aus deinen Stundenzetteln der letzten zwölf Monate.

Dein Zuschlag auf die Selbstkosten.

Stundenverrechnungssatz = (Lohn + Lohnzusatzkosten + Gemeinkosten) / produktive Stunden × (1 + Wagnis und Gewinn / 100).

Der Satz gilt für den Lohnanteil deiner Angebote. Material, Gerüst und Entsorgung setzt du als eigene Positionen an. Rechne den Satz neu, wenn sich Löhne oder große Kosten ändern.

Der Rechner ist für Inhaber von Dachdeckerbetrieben gedacht, die ihren Satz für Angebote prüfen wollen. Du brauchst Zahlen aus der Lohnbuchhaltung und den Gemeinkosten des letzten Jahres. Suchst du als Kunde einen Preis für eine Handwerkerstunde? Dann hilft dir die Seite nicht weiter. Der Satz hängt an den Kosten des einzelnen Betriebs.

Der Rechenweg

Der Rechner geht so vor wie der Ratgeber zur Kalkulation. Zuerst addiert er Lohn und Lohnzusatzkosten deiner gewerblichen Mitarbeiter für ein Jahr. Dazu kommen die Gemeinkosten mit deinem Unternehmerlohn. Die Summe teilt er durch die produktiven Stunden aller gewerblichen Mitarbeiter. Das sind die Selbstkosten je Stunde. Darauf schlägst du Wagnis und Gewinn auf und bekommst deinen Stundenverrechnungssatz ohne Umsatzsteuer.

Den Lohn gibst du auf zwei Arten ein. Kennst du die Lohnsumme aus der Lohnbuchhaltung, trägst du sie direkt ein. Sonst rechnest du mit dem durchschnittlichen Stundenlohn und den bezahlten Anwesenheitsstunden. Urlaub, Feiertage und Krankheit stecken in den Lohnzusatzkosten. Zählst du sie zusätzlich bei den Stunden mit, rechnest du sie doppelt.

Unter dem Ergebnis siehst du, wie sich der Satz zusammensetzt. Der Lohnanteil zeigt, was deine Leute je Stunde kosten. Der Gemeinkostenanteil zeigt, was Fahrzeug, Halle und Büro je Stunde kosten. So erkennst du, an welcher Stelle eine Änderung am meisten bewirkt.

Zwei Beispiele aus dem Betrieb

Dachdeckermeister Kurt beschäftigt drei Gesellen. Er trägt 25 Euro Stundenlohn und 2.000 Anwesenheitsstunden ein, dazu 70 Prozent Lohnzusatzkosten und 120.000 Euro Gemeinkosten. Aus seinen Stundenzetteln kommt er auf 1.400 produktive Stunden je Geselle. Mit 10 Prozent Wagnis und Gewinn zeigt der Rechner 98,21 Euro je Stunde. Das ist das Beispiel aus dem Ratgeber zur Kalkulation, mit denselben ausgedachten Zahlen.

Dachdeckerin Anna arbeitet allein. Sie schaltet „Ich arbeite allein“ an und trägt 95.000 Euro Gemeinkosten ein, ihren eigenen Unternehmerlohn eingeschlossen. Sie rechnet mit 1.300 Stunden, die sie Kunden berechnen kann, und 8 Prozent Zuschlag. Ihr Satz liegt bei 78,92 Euro. Auch diese Zahlen sind ausgedacht und dienen nur dem Rechenweg.

Typische Fehler

Der teuerste Fehler sind zu viele produktive Stunden. Rechnet Kurt mit 1.600 statt 1.400 Stunden je Geselle, sinkt sein Satz von 98,21 auf 85,94 Euro. Stimmen die 1.400 Stunden, fehlen ihm auf jede verkaufte Stunde gut 12 Euro. Schätze die Stunden deshalb aus deinen Stundenzetteln und runde im Zweifel ab.

Der zweite Fehler ist der vergessene Unternehmerlohn. Steht er nicht in den Gemeinkosten, arbeitest du als Inhaber unbezahlt. Dritter Fehler: Material in den Gemeinkosten. Material für Aufträge kalkulierst du getrennt mit Einkaufspreis und Materialzuschlag. Stecken die Kosten auch im Stundensatz, bezahlt der Kunde sie zweimal und dein Angebot wird zu teuer.

Ein vierter Fehler betrifft die Lohnzusatzkosten. Ein Prozentsatz aus dem Gedächtnis passt selten zur Lohnbuchhaltung. Frag den Wert bei deinem Steuerbüro ab.

Kalkulation mit Roofsoft: der Plan

Wir bauen Roofsoft für Dachdeckerbetriebe vom Ein-Mann-Betrieb bis zur Kolonne. Roofsoft soll deinen Stundenverrechnungssatz speichern und in jede Angebotsposition übernehmen. Ändern sich Löhne, rechnest du den Satz einmal neu. Nach dem Auftrag sollst du geplante und gebuchte Stunden vergleichen. So siehst du, ob deine produktiven Stunden stimmen. Den Start erfährst du über den Newsletter.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?

Lohn plus Lohnzusatzkosten plus Gemeinkosten, geteilt durch die produktiven Stunden. Darauf kommt der Zuschlag für Wagnis und Gewinn.

Wie viele produktive Stunden hat ein Mitarbeiter im Jahr?

Das hängt von deinem Betrieb ab. Zieh von der Anwesenheit Fahrten, Regentage, Lager und Schulungen ab. Die Zahlen stehen in deinen Stundenzetteln.

Gehört Material in den Stundenverrechnungssatz?

Nein. Material setzt du mit Einkaufspreis und Materialzuschlag als eigene Position an.

Rechnet der Rechner mit oder ohne Umsatzsteuer?

Ohne. Die Umsatzsteuer kommt am Ende auf den Angebotspreis.

Quellen

Keine neuen Fakten. Der Rechenweg ist derselbe wie im Ratgeber /ratgeber/kalkulation-dachdecker/ (dort mit Quelle). Branchenwerte für Lohn, Lohnzusatzkosten oder produktive Stunden gibt die Seite bewusst nicht vor.

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